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14.06.2014

Studienreise nach Göteborg ein Erfolg

Studienreise der Koalitionsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU nach Göteborg

„Die Reise war lehrreich und inspirierend und insgesamt ein Erfolg“, bewertet Michael Thiele, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes, die gemeinsame Studienreise der Koalitionsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU nach Göteborg in Schweden.

Der Landeswohlfahrtsverband ist landesweiter Träger der Behindertenhilfe in Hessen. Folgerichtig waren deshalb die Themen der Studienreise die Umsetzung von Barrierefreiheit und Inklusion von Menschen mit Behinderung in Schweden. Der Zielort Göteborg bot sich hierfür besonders an, denn Göteborg hat in diesem Jahr den Access City Award, die Auszeichnung der Europäischen Union für Verbesserungen der Barrierefreiheit in Städten gewonnen.
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Barrierefreiheit stand denn auch im Mittelpunkt des ersten Reisetages. Nach dem Empfang durch den von den schwedischen Grünen gestellten Sozialdezernenten der Stadt Göteborg, Thomas Martinsson, wurde in mehreren Vorträgen durch Mitarbeiter der Sozialverwaltung erläutert, wie Göteborg Barrierefreiheit umsetzt und dies in der Verwaltung verankert hat. Dem schlossen sich am Nachmittag der Besuch von Werkstätten der kommunalen Behindertenhilfe und eines Wohnprojektes an.

Der zweite Tag stand im Zeichen des schwedischen Dachverbandes der Behindertenorganisationen, HSO (Handikappföreningarnas Samarbetsorgan). Der Dachverband vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, unterhält eigene Wohnprojekte und Selbsthilfeeinrichtungen, wie die Vorsitzende von HSO Götaland, Eliane Johansson, mitteilte. Der Verband vertritt 37 schwedische Behindertenorganisationen mit über 400.000 Einzelmitgliedern. Eines der Projekte, ein kombiniertes Diagnose-, Behandlungs-, Schulungs- und Freizeitzentrum auf einer Göteborg vorgelagerten Insel konnten wir am Nachmittag besichtigen.
Der Austausch mit Samhall, einer Beschäftigungsgesellschaft für Menschen mit Behinderungen, war Programm am letzten Tag. Samhall versucht, als Schnittstelle zwischen Auftraggebern und Menschen mit Behinderungen passgenaue Lösungen zu finden. Arbeitsplätze werden entweder betriebsintegriert oder in eigenen Werkstätten angeboten. Das Unternehmen erhält zwar stattliche Lohnkostenzuschüsse, muss aber einen Teil der Kosten selbst erwirtschaften und deshalb wirtschaftlich tragfähige Bedingungen schaffen. Besonderheit ist, dass Samhall verpflichtet ist, einen bestimmten Prozentsatz der Beschäftigten auf den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Wie das funktioniert, konnten die Fraktionen in zwei Betrieben besichtigen.
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„Die Reise hat uns wichtige Impulse für unsere künftige Arbeit im Landeswohlfahrtsverband Hessen gegeben“, stellt Fraktionsvorsitzender Thiele fest. „Wir werden prüfen, ob wir einiges von dem Gesehenen in Hessen umsetzen können.“
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