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06.01.2016

Das Thema „Migration und Behinderung“ wird an Bedeutung zunehmen!

Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung sind im Bewusstsein der bundesdeutschen Behindertenhilfe noch nicht angekommen. Obwohl es einige Träger gibt, die sich mit dem Thema der „kultursensiblen Pflege und Betreuung“ auseinandersetzen, fehlt es oft an Wissen und Erfahrung mit dieser Personengruppe umzugehen.

Auch in Hessen leben viele Menschen mit unterschiedlichsten Nationalitäten und kulturellen Hintergründen. Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund liegt in unseren Einrichtungen weit unter den tatsächlichen Zahlen derer, die Anspruch auf Leistungen haben. Die Bürokratie unseres Hilfesystems ist schon für Herkunftsdeutsche eine große Hürde. Wie schwer muss es dann erst für Menschen sein, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sich durch die Vielzahl der unterschiedlichsten Unterstützungsmöglichkeiten einen Weg zu bahnen?

Hier sind niedrigschwellige und verständliche Informationen gefragt. Die derzeitige Einwanderungssituation, ausgelöst durch Krieg und Terror, macht noch deutlicher, dass flexible und bedarfsgerechte Lösungen der Hilfe und Information geschaffen werden müssen. Dazu gehört die Einstellung von muttersprachlichem Personal ebenso, wie die enge Kooperation und Vernetzung von Migrantenselbsthilfe, Einrichtungen und Verwaltung.

Um den Menschen zu ermöglichen, sich ausführlich zu informieren, müssen EDV-Publikationen und Internetauftritt sowie Flyer und Broschüren in die wichtigsten Fremdsprachen übersetzt werden. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, müssen „Interkulturelle Arbeit“ und „Kultursensible Pflege“ ebenso wie die Themen Integration, Migration und der Zugang zu den Hilfemaßnahmen, zum selbstverständlichen Angebot von Einrichtungen und Kostenträgern werden.

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