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11.10.2013

30-jähriges Jubiläum Gedenkstätte Hadamar

Michael Thiele

Dank der hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit in der Gedenkstätte Hadamar und dank vieler Jahrzehnte akribischer systematischer Forschung wurde uns ein Blick in tiefe  Abgründe der Unmenschlichkeit gewährt. Die Gedenkstätte ist heute nicht nur ein Ort des Erinnerns und Aufarbeitens, sie ist ein lebendiger Ort der Demokratieerziehung von Generationen junger Menschen geworden.

Die erste Strategie nach dem Krieg war: Das Elend der Nachkriegszeit bekämpfen, Schweigen, Verdrängen, Leugnen. Dann kamen Neuanfang, Aufbau, Wirtschaftswunder. Erst die jüngere Generation traut sich, die Finger in die Wunde zu legen, um zu fragen, warum unter dem Hitler-Regime alles völlig schief gelaufen ist. Wie dieses völlig Unfassbare geschehen konnte. Und sich zu fragen: was hat das mit mir zu tun? Wie war so etwas möglich? Und wie schaffen wir es, dass es künftig unmöglich wird?

Bildungsarbeit für junge Menschen, das Netzwerk Karawane 2000, das sich für Vielfalt und Verständigung in ganz Europa einsetzt und der Förderverein, der nicht nur Führungen finanziert, sondern auch eine Fülle von Projekten der Gedenkstätte fördern konnte, sind Mittel und Projekte, die helfen, das im II. Weltkrieg Geschehene in Zukunft weniger möglich zu machen.

Mit der Bildungsstätte des Internationalen Bundes blicken wir auf erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Hadamar. Wir freuen uns über die angestrebte Ausweitung des Raumprogramms und die Neugestaltung der Ausstellung, die nach 30 Jahren an heutige Standards angeglichen und den Einsatz moderner Medien ermöglichen soll. Und wir freuen uns auf noch individuellere Angebote und mehr Besucher. Unser Dank gilt Dr. Georg Lilienthal und seinem Team für die gute Kooperation.

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